Ayutthaya in Thailand – 18 muslimische Todesopfer bei einem Bootsunglück
September 20 12:48 2016 Print This Article

Ayutthaya in Thailand – 18 muslimische Todesopfer bei einem Bootsunglück

In der Nähe der Provinz Ayutthaya in Thailand, rund 70 Kilometer entfernt und nördlich von Bangkok in Zentralthailand gelegen, sind auf dem Fluss Chao Phraya nach Berichten der thailändischen Behörden 18 muslimische Pilger getötet und knapp 50 verletzt worden. Die muslimischen Pilger waren offensichtlich auf der Rückfahrt von einer Zeremonie anlässlich des Opferfestes. Das Boot, das für maximal 50 Passagiere vorgesehen war, war demnach überladen und zum Zeitpunkt des Unglücks herrschte extreme Strömung auf den Chao Phraya vor. Es steht zu erwarten, dass die Zahl der Opfer sich noch erhöht, denn aktuell werden demnach noch zumindest 11 Personen vermisst.

Brückenpfeiler auf dem Chao Phraya bei Ayutthaya gerammt

Mit Tauchern suchten die thailändischen Behörden nach Vermissten, die nach dem Bootsunglück auf dem Fluss Chao Phraya bei Ayutthaya – rund 70 Kilometer nördlich von Bangkok gelegen – noch nicht gefunden wurden. Rund 100 muslimische Pilger befanden sich zum Unglückszeitpunkt auf dem Boot und befanden sich auf dem Rückweg von einer nahegelegenen Moschee, die sie wohl wegen des muslimischen Opferfestes aufsuchten. Das völlig überladene Boot, das für nur 50 Passagiere ausgelegt war, hatte bei extremer Strömung auf dem Chao Phraya einen Brückenpfeiler gerammt. Die Behörden vermuten, dass die Überladung das Boot in der Strömung manövrierunfähig machte und der Kapitän so dem Pfeiler nicht ausweichen konnte. Nach dem Aufprall kenterte das Boot und riss die Pilger mit in die Tiefe.

18 Tote sind zu beklagen, 44 Menschen waren verletzt und davon 14 so stark, dass sie stationär im Krankenhaus verbleiben mussten. Die meisten der Toten wurden unter Deck des Schiffes geborgen. Nach circa 11 Vermissten suchen derzeit noch Taucher im Chao Phraya mit schwerem Gerät – doch die Hoffnung, die Personen lebend zu bergen, ist verschwindend gering. Dadurch wird sich die Todesrate des Unglücks wohl noch erhöhen.

Kapitän des Unglücksbootes vom Chao Phraya bei Ayutthaya festgenommen

Der Kapitän, der zum Unglückzeitpunkt das Boot steuerte, wurde von den thailändischen Behörden festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, er habe das Boot, dass maximal 50 Menschen hätte aufnehmen dürfen, fahrlässig durch die Überladung mit mehr als 100 Menschen in Gefahr gebracht.

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