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Thailand im Kampf gegen islamistische Separatisten

Thailand im Kampf gegen islamistische Separatisten

Im Süden von Thailand sind bei einem kleineren Bombenanschlag zwei Toten zu beklagen. Ein Vater und seine fünfjährige Tochter wurden bei einem feigen Bombenanschlag mit einer Motorradbombe, die vor einer Grundschule platziert wurde, von islamistischen Separatisten getötet.

Feiger Terroranschlag auf Grundschüler und ihre Eltern in Südthailand

Die Provinzen Narathiwat, Yala und Pattani in Südthailand kommen momentan nicht zur Ruhe. Immer wieder suchen sich islamistische Separatisten, die von einer Wiedererstellung des ‚Sultanats Pattani‘ fantasieren, die schwächsten Thai als Zielscheibe aus. Diesmal war es eine Grundschule in der Provinz Narathiwat, die Ziel eines kleineren Bombenanschlags wurde. Die Islamisten hatten offiziellen Berichten zufolge eine selbstgebastelte Bombe im Tank eines Motorrads versteckt, das vor der Grundschule platziert wurde. Wie die anschließende Detonation ausgelöst wurde, ist den offiziellen Berichten nach noch nicht abschließend geklärt. Acht Menschen wurden dabei verletzt und es gab zwei Menschenleben zu beklagen: ein Vater und seine fünfjährige Tochter kamen ums Leben.

Thailändische Sicherheitskräfte sagten gegenüber den Medien, die Tat werde auf Islamisten zurückgeführt – auch wenn es noch zu früh wäre, konkrete Täter zu benennen – welche dafür sorgen wollen, dass eine Destabilisierung im Süden von Thailand eintritt. Chaos soll gestiftet werden, um das finale Ziel der muslimischen Malaien – die Errichtung eines Sultanats Pattani – mit Gewalt herbeizuführen, so die Sicherheitsbehörden.

Kämpfe zwischen Militärs und Islamisten in Thailand seit mehr als 12 Jahren

Seit Anfang 2004, also seit mehr 12 Jahren, fordern islamistische Extremisten eine Loslösung vom buddhistischen Thailand und die Wiederherstellung des Sultanats Pattani. Bis zu Beginn des 20 Jahrhunderts existierte dieses Sultanat bereits als Pufferfläche zwischen dem damaligen Siam und heutigen Thailand und der damals britischen Kolonie Britisch-Malaysia, dem heutigen Malaysia. Nachdem die britische Krone das Territorium aufgeben wollten, verhandelte man mit Siam und kam 1912 überein, dieses Gebiet in Siam zu integrieren und das Puffer-Sultanat aufzulösen.

Was bedeuten die Anschläge für Thailandurlauber?

Da die islamistischen Separatisten vornehmlich unter Thai Chaos stiften wollen und die thailändische Regierung einschüchtern möchten, ist die Bedeutung für Touristen recht gering. Zwar steht zu befürchten, dass die Islamisten ihren Aktionsradius ausweiten, aber primäres Ziel sind und bleiben Thai-Zivilisten und thailändische Militärs. Gezielte Anschläge auf Touristen, wie das von Terrororganisationen wie ISIS zum Beispiel in der Türkei durchgeführt wurde, hat Thailand nicht zu beklagen. Von daher wäre es falsch, von einer akuten Gefährdungslage für Touristen auszugehen – auch wenn man den Konflikt weiter beobachten muss.

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